Argentinien
oder Republik Argentinien,
Land in Südamerika, östlich von Chile und westlich vom Atlantischen Ozean. Achtgrößtes Land der Erde.
Die Gesamtfläche beträgt 2.766.889 Quadratkilometer.
Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt 3.694 Kilometer.
Die Hauptstadt und größte Stadt ist Buenos Aires, mit etwa 13 Millionen Einwohnern, gelegen am Delta des Rio de la Plata.

Land und Naturschätze

Die Anden ziehen sich entlang Argentiniens westlicher Flanke und bilden, meist entlang der Wasserscheide Atlantik-Pazifik, die Grenze mit Chile. Der höchste Punkt, Cerro Aconcagua, ist auf 6960 Meter.
Leicht hügeliges Land erstreckt sich vom Fuß der Anden nach Osten zum Atlantik hin, allmählich bis auf Meersniveau abfallend.
Die Pampa, baumloses Flachland mit dem produktivsten Anbauland Argentiniens, nimmt einen Großteil dieser Region ein.
Patagonien
, südlich der Pampa, ist trocken, weit und sehr gegensätzlich, doppelt so groß wie Deutschland, mit weniger Bewohnern als Hamburg.
Am Südzipfel Argentiniens liegt Feuerland, Tierra del Fuego.

Klima
Argentinien hat, bis auf ein relativ kleines Gebiet im Nordosten und die subtropische Zone im Norden, gemäßigtes Klima.

Die höheren Anden und Patagonien sind kalt, natürlich besonders im Winter, während die meisten Küstengegenden durch das ozeanische Klima mild sind.
Jahresniederschläge sind üppig im Norden und niedrig im Süden.

Bevölkerung und Kultur

Die Bevölkerung zählt 34.264.000, welche hauptsächlich in Städten angesiedelt und europäischen Ursprungs ist.
Spanisch ist die Landessprache, römisch-katholisch die am weitesten verbreitete Religion.
Schulpflicht besteht und die Ausbildung wird vom Staat getragen.
Argentinien hat eine reiche musikalische und literarische Tradition. (Der Tango entstand in Hafenbordellen von Buenos Aires; Astor Piazolla, Lalo Schifrin, J.L. Borges und Ernesto Sábato sind relativ gut bekannt. Diego Maradona ist der bekannteste Argentinier weltweit, hat aber mit Kultur wenig zu tun)

Wirtschaft

Argentinien gehört zu den weltweit bedeutendsten Produzenten von Getreide und Vieh. Weizen ist der wichtigste Anbau, Wolle ein Rohstoff par excellence und dem Export bestimmt.
Die Kohle und Erdöl-Produktion, einst relativ unbedeutend für die hiesige Wirtschaft, ist in den letzten Jahren enorm gestiegen.

Die Landeswährung ist der neue argentinische Peso
(1 Peso=1 US-Dollar).

Die Regierungsgewalt ist in der Hand des für nicht mehr als zwei aufeinanderfolgende Legislaturperioden gewählten Präsidenten. Das Parlament besteht aus dem 257-Sitze Abgeordnetenhaus und dem 72-Sitze Senat (US-Vorbild). Abgeornete werden direkt für 4-jährige Amtsperioden gewählt und jede der 23 Provinzen wählt drei Senatoren für 6-jährige Perioden. In jeder Provinz wäht die bedeutendste Oppositionspartei einen der drei Senatoren.

Geografische Zonen

Die Pampa:
weites, fast baumloses Flachland, langsam vom Atlantik zu den Anden im Westen ansteigend.
Diese fruchtbaren Ebenen sind Argentiniens Brotkorb.
Sie bestehen aus der Feuchtpampa entlang der Küste, dem besten Anbauland Argentiniens, und der Trockenpampa im Westen und Süden, weniger dicht bewohnt und genutzt für
Vieh-, Pferde- und Schafzucht. In dieser Gegend liegen auch Buenos Aires und die Strände der umliegenden Badeorte.

Der Chaco: eine ausgedörrte Region im Westen mit sowohl Weideland wie Dornendickicht, Teil des riesigen Gran Chaco, welcher sich über Argentinien, Bolivien, Paraguay und Brasilien erstreckt.

Cuyo und der Nordwesten: Diese Andenregion begann als eine Kolonie Perus, und heute findet man nur noch einige Bergmänner und Schafhirten in dieser unbarmherzigen Gegend mit Vulkanen und Salzseen. Im Cuyo fällt sehr wenig Regen, obwohl östlich von hier die fruchbaren Flußtäler und subtrjopischen Tiefländer des Gran Chaco liegen.

Mesopotamien und der Nordosten: eine breite, flache Ebene im Norden Argentiniens, zwischen den Flüssen Paraná und Uruguay. Feucht, sumpfig und im Sommer extrem heiß.
In der nördlichen Provinz Misiones, bergig und fast umschlossen von Brasiliens und Paraguays Grenzen, sind inmitten dichter, subtropischer Vegetation die majestätischen Iguazú-Wasserfälle.

Patagonien und die Seenregion: ist die südlichste Zone Argentiniens, wenn man einmal von dem von Argentinien beanspruchten Gebiet in der Antarktis absieht.
Die Fläche beträgt 777.000 Quadratkilometer, durch Wüsten-hochländer gezeichnet und hauptsächlich für die Schafzucht genutzt (siehe Thema Benetton).
Ein Großteil Patagoniens, und fast das gesamte Gebiet südlich des Rio Colorado, ist eigentlich Wüstenklima;
Die Temperaturen reichen
von "mild" bis "unter Null!", die Land-schaft von idyllischen, stillen Tälern bis zu den gigantischen, eis-bedeckten, krachenden Eismassen der Gletscher der Südanden.
Die kühlen Weidesteppen ernähren enorme Schafherden, und in den Tälern findet man zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe für Früchte (Himbeeren ... !)
und Gemüse.
Patagonien hat ebenfalls immense Öl- und Kohlereserven.
Der erste Europäer in Patagonien war der portugiesische Entdecker Ferdinand Magellan im Jahr 1520.
Das Gebiet wurde erst ab 1880 (von Weißen) besiedelt. Es gibt eine Vielzahl an europäischen Einwanderern, Schweizer Schokolade ist Exportschlager, viel blond und blaue Augen.

Die Anden: sie wurden durch die tektonischen Kräfte geformt, welche die pazifische Platte gegen die südamerikanische Platte schieben. Die Kräfte dieser Kollision verursachen noch immer Vulkanausbrüche und Erdbeben.
Die Pässe über die Anden sind auf großer Höhe und schmal, steil und gefährlich. Die Eisenbahn passiert die Anden auf 4816 Meter Höhe, der höchste (Normalspur-) Paß der Welt.
Der Aconcagua ist mit 6960 Metern der höchste Berg Südamerikas. Die Baumgrenze verläuft von durchschnittlich 3500 m am Äquator bis 910 m in Feuerland. Die Bodenschätze Patagoniens sind kaum erschlossen. Die nördlichen Anden werden von großen Flüssen wie dem Amazonas, Orinoco und Salado entwässert.

Tierra del Fuego (Feuerland): ein Archipel an der Südspitze Südamerikas, vom Kontinent getrennt durch den schmalen Streifen der Magellanstraße.
Die Landmasse wird von drei Ozeanen umschlossen, dem Atlantik im Osten, Arktischen Meer im Süden (Kap Horn) und dem Pazifik im Westen. Die bergige Halbinsel besteht aus einer großen und vielen kleineren Inseln, 71.484 Quadratkilometer groß.


                    

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